Yorkie-rg.de

Über Rolf

...wie ich ihn kennen lernte.

Vor einigen Jahren gab ich den Begriff „Hund“ in eine Suchmaschine ein. Der erste Link der angezeigt wurde, war eine Meldung aus dem Yorkie-Forum. Und so wie es vielen ergangen ist, ich blieb im Forum hängen.

Damals wie heute ging es ab und an hoch her und aus irgend einem Grund mailte Rolf mich persönlich an. Daraus entwickelte sich dann eine Emailfreundschaft. Kurze Zeit danach musste Rolf aus gesundheitlichen Gründen als Notfall ins Spital. Als die User merkten, dass Rolf keinen Einfluss mehr auf das Forum hatte, ging es Drunter und Drüber. Als Rolf gesundheitlich wieder hergestellt war, zog er daraus die Konsequenz und suchte jemanden, der ihm bei der Betreuung des Forums helfen würde. U.a. sprach er auch mich darauf an und ich sagte ihm zu.

Irgendwann war mir der virtuelle Rolf zu wenig, ich wollte den Menschen Rolf kennen lernen, sein Umfeld von dem er schon so viel erzählt hatte und seine Hund. Und damit war der Entschluss gefasst, Rolf in Adliswil zu besuchen. Gesagt, getan, Rolf schickte mir noch eine „detaillierte“ Wegbeschreibung, in der er als Ortskundiger leider vergaß zu erklären, dass die Autobahn vor Zürich endet und danach wieder anfängt :-)

In Adliswil war ausgemacht, dass ich telefonisch mit ihm Kontakt aufnehme, sobald ich einen Parkplatz in der näheren Umgebung seiner Wohnung gefunden habe. Idealerweise fand ich einen in ziemlicher Nähe und Rolf meinte, er würde mich dort abholen. Zuerst kamen dann 2 Schäferhund auf mich zugestürmt und dann Rolf im Rollstuhl mit „Chef“ Geppo auf dem Schoss. Rolfs natürliche Art und das Bewusstsein, schon einiges über ihn zu wissen machte dieses erste Treffen so aus, als wenn ich ihn längere Zeit nicht gesehen hätte.

Wer war nun dieser Rolf, der Rebell vom Sihltal, der in früheren Jahren einen Piratensender betrieb, als man noch nicht legal Sendefrequenzen erweben konnte, der Zeit seines Lebens immer irgendwie mit dem Radio verbunden war.

Rolf war ein Kumpel und Freund, der wie jeder seine Eigenheiten hatte, aber selbst auch tolerant war, die der Anderen zu akzeptieren, nicht immer zu seinem Vorteil.

Ich möchte Rolfs Leben nur etwas umschreiben, da ich der Meinung bin, dass Rolf auch jetzt noch ein Anrecht auf Privatsphäre hat.

Rolf war früher selbstständig, baute Radiostationen bis zu einem Motorradunfall bei dem er ein Bein verlor. Danach musste er umdenken und entwickelte Software für Apotheken. In diesem Zeitraum entstand auch der Gedanke für sich und seine Yorkies ein Hundeforum entstehen lassen, das Anfangs nur zum persönlichen Zeitvertreib gedacht war, aber so gut ankam, so dass er es immer weiter entwickelte und vergrößerte. Er ging oft auf die Wünsche der User ein, richte neue Sparten ein und erschuf auf yorkie.net das Kaffeekränzchen, die ultimative Plauderecke für Normalos und Freunde des Rollenspiel. Eine der bekanntesten Figuren dort war Rolf als Bänziger, dessen Geschichten er schon in seiner Radiozeit prägte. Auch unvergessen, Rolf als Excom-Büchsi, eine oft falsch gesehene Figur mit tieferen Sinn.

[thies is the originahl Spetsiahl Originahl Büchsi-Njusleter, Fersiohn 1.betta from Originahl Excom Büchsi datet fom 04.09.2001 for all Orgelpfeiffen in te Köhterfohrum and in te Resst fon te World, Büchsi-Fähns exkluhdet! All Reit reserfed, copireitit and registreitet bei Mir! (R) 1985-2001. Wen You wil Wreite an Leter sent ties Leter an te Acktuahrien Fon und Tsuh fon te Büchsi-Fahn-Klup im Büchsi-Korner or an te Fitsebresidennt Fehn!! Wen You wilst Write direckt, You Wreite an mei PioBogs: buechsi@uaemail.com]

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Halo Orgelpfeiffen! Hahbe heute ein Spetsiahl Njusleter geschreibt um Eure Wiedersprüche einmahl auftsuzeihgen. Ihr seit wie der Wind, wen Ihr eine Paartei währdt soh köntett Ihr dem Egoni Krents die Hand gehb, nei Ihr seit noch wendehelsiger! Hahbe im Archief gebletert. Isst keine schöhne Ahrbeit, den da wirt einem schlecht ab soh fiel Kommpost! Müste Euch daführ grahd ein Honorahr verlangen, ahber soh fiel köntet Ihr ja sowisoh nicht betsahlen.

Heute giebt es auch wider eine Büchsi-Ahwardferleiung!

Da hat tsum Beispil einer for einem Jar geschreibt, man müse tsuerst imer selpst aus der Tühre und hintennachen der Köhter. Tsuerst den eigenen Frahss hinunnterwührgen und dan ersst dem Köhter den Frahss gehben. Ein Jar speter isst ehs bei dem gleichen schon umgekert. Fom Saulus zum Paullus werdt einige fon Euch Orgelpfeiffen, jeh nachdem welcher Schmöhker Ihr grahd gelesht hahbt. Der eine wirt fom Hartleiner zum Soffti und wen es dann nicht get kan mann imer noch ettwas andres probiren. Dise Woche hatt ahber einer apsuloht den Fogel apgeschost, dehr wo sein Köhter tsum Jahgen schikkt und dan wider apruhft. Fieleicht isst dahs auch nuhr in seiner Fandasi. Letsteres were ja nicht so schlim! Daführ giebt es eindeutig den begeerden Büchsi-Ahward! Gradulatsiohn führ so fiel Depilitäht andern ühberhaubt so ein Haferkese zu erzelen! Bisst wirklich ein guhtes Forbild! Krikst das nexte Mahl den Ahward in Plahtien!

Tsum Glük hahbt Ihr dieses Wiek wehniger geschreibt als sonnst. Wahr eine ware Wooltat, fermuhtlich auch führ den Gagelkompiuter fom Sausiechensisoppen und diser selpst. Nicht umsonst braucht dehr schon ale Woche eine Flasche Fohr Rohsies dahs er dahs noch aushelt. Nimt mich nur Wunder wi lang es get

Rolf war in der letzten Zeit immer hin und her gerissen wenn es um das Forum ging. Zu einem wollte er es aus finanziellen Gründen verkaufen, zum Anderen fühlte er sich auf seine Art aber auch den Usern und Werbepartner verpflichtet. Das Forum von Yorkie war wie ein Meer – Ebbe und Flut wechselten sich ab, aber wenn aus der Flut eine Sturmflut wurde, stellte Rolf öfters mal den Server ab, bis der Sturm abgeflaut war.

Dass so ein Forum nicht immer einfach zu führen ist, war Rolf immer klar, aber je bekannter und besuchter das Forum wurde, je arbeitsintensiver wurde die Betreuung. Dazu kam noch, dass in den letzten zwei drei Jahren eine kleine Anzahl von User/innen ohne Rücksicht auf Verluste Rolfs Forum für ihre eigenen Interessen missbrauchten und so eine der Grundlagen des Forums immer mehr gefährdeten – die Werbepartner. Frechheit an der ganzen Sache war dann noch, dass deren Meinung stets war, Rolf wäre ja selber schuld, warum betreibe er ein Forum, wenn er es sich nicht leisten kann. Webhosting und ADSL-Anschlüsse sind in der Schweiz in der Größenordnung, wie Rolf es für das gut besuchte Forum brauchte im Vergleich zu Deutschland um einiges teurer, davon sollte man mal ausgehen, wenn man versucht, die Kosten zu betrachten.

Im Jahre 2001 packte Rolf wieder die alte Leidenschaft, die immer in ihm in im war, Radiosendungen zu machen. www.Radio-City.ch wurde ins Net gestellt. Rolf war begeisterter Trance-Fan und dementsprechend war auch sein Musikprogramm. An manchen Wochenenden bot er Live-Sendungen an, mit Zuhörertelefon und Wunschprogramm, ansonsten eine 24 Stunden Non-Stop-Sendung mit vielen Mixes.

 

Konzept einer Live-Sendung von Rolf

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Sie hören die Nachrichten:

Büchsi-Land:

Im Büchsi-Länd haben die Revolutionären Terrier-Streitkräften unter dem Oberfehl des obersten Revolutionsrates Geppo von Yorkie die konterrevolutionären Aufwiegler besiegt. Der mutmassliche Drahtzieher der Konterrevolution, der frühere Aktuar Merloni hat in Hundejoinien um politisches Asyl ersucht. Der Revolutionsrat von Büchsi-Land hat um Auslieferung ersucht.

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Die Mitgliederversammlung vom Büchsi-Fänclub wurde unter der Leitung des Chefs gestern ABend eröffnet. Unter tosendem Beifall wurde die Kreuterhexe im Kreis der Fangemeinde willkommen geheissen. Aufgrund eines plötzlichen Computerinfarktes war die Kreuterhexe über zwei Monate abwesend.

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Appenzeller-Land:

Frau von und Zu, Trägerin des begehrten Büchsi-Ordens und neue Aktuarin des Vereins, bereitet die Festlichkeiten anlässlich des Büchsi-Fän-Treffens vor. Dem Vernehmen nach soll es sich um die weltweit grösste Party handeln. Über 100 Tonnen Roastbeef wird von Argentinen eingeflogen, ferner schätzungsweise 500 Kisten Four Rouses aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Fans aus aller Welt treffen sich im Appenzellerland zur einmaligen Riesenparty. Professor Büchsi, der weltweit anerkannte und geschätzte Germanistikexperte wird ein Referat über den Wandel der deutschen Sprache halten. Seine Sprachseminare sind bis ins Jahr 2005 ausgebucht. Als Redner wird auch Vicepräsident Fehn vom Büchsi-Fänclub erwartet. Zur Zeit erholt er sich von den erlittenen Strapatzen anlässlich einer missglückten Livesendung.

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Der Knoblauch soll teurer werden:

Nachdem eine regelrechte Knoblauchmanie um sich griff und Millionen von Hunden unter Knoblauch Diät gesetzt wurden um Zecken auszurotten, ist die beliebte Knolle gänzlich vom Speisezettel verschwunden. Die Verknappung wird den Hundehaltern angelastet welche dadurch den Knoblauchpreis in astronomische Höhen trieben. Die Zecken freuen sich hingegen weiterhin bester Gesundheit und fahren weiterhin als blinde Passiere mit. Einige Zecken sollen aber trotzdem zu Tode gekommen sein, nachdem Lachanfälle über die Knoblauchaktion zu Zeckeninfarkten führten.

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Sie hörten die News, nach dem nachfolgenden Song vernehmen Sie die Wetternachrichten:

Musik:

DIAMONDS FOREVER

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Und nun das Wetter

Über Deutschland, Österreich und der Schweiz breiteten sich strumartige Böen aus, nachdem die Orgelpfeiffen aus den Hundeforen die letzte Luft herausgelassen haben. Wie bekannt wurde, bewegen sich die Pseudokünologen immer noch in ihrer Fantasiewelt zwischen Traum und Möchtegernwirklichkeit. Ihre Schlagwörter sind weiterhin: was soll ich den Hunden kochen, darf es auch ein bisschen mehr oder weniger sein. Wie kriege ich den Teletakt vom eigenen Hals, oder darf mein Fifi zu mir ins Bett....

Bei dieser Gelegenheit ergeht eine Warnung an unsere Hörerinnen und Hörer.

Bedingt durch den vermehrten Ausstoss von Amoniak aus Hirnverdampfungsvorgängen kann es zu weiteren Defekten der Ionosphäre führen.

Sie hörten die Infos von Büchsi Broadcasting-International.

Vor dem nächsten Beitrag ein paar Takte Musik:

Musik:

YA KOPILKA HOUSE (mit Grunzgeräuschen)

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Rolfs Privatleben galt in erster Linie seinen Hunden, Geppo, Zenta und Leila, die dieses Jahr leider verstorben ist. Und trotz dem Bewusstsein der Verpflichtung gegenüber seiner Hunde und der damit verbundene Arbeit, nahm Rolf diese Jahr wieder einen Problemfall bei sich auf.

Es gab kaum einen Tag, wo Rolf nicht mehrmals mit seinen Hunden unterwegs war, egal wie das Wetter war. Auffallend wenn man mit Rolf spazieren ging, war die Harmonie zwischen ihm und seinen Hunden.

In letzter Zeit verschlechterte sich Rolfs Gesundheitszustand sehr. Schon im Frühjahr wusste er, dass er dringend zur Behandlung ins Spital müsste. Anderseits verschob er dies immer wieder aus persönlichen Gründen, wobei einer der Hauptgründe die Sorge um seine Hunde war. Rolf war immer tagtäglich unter Menschen, in Adliswil war er bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, aber seine Hunde waren seine Familie. Für drei Hunde eine Gastfamilie zu finden war nicht einfach und die Unterbringung in einem Tierheim über längere Zeit mit finanziellen Belastungen verbunden.

Rolf nahm sich stehts den Sorgen und Nöten anderer an, nur selten hörte man ihn selbst klagen, vieles musste man erst erfragen.

Alles nahm sein tragisches Ende am Tag X, dem 25.11.2003 als Rolf auf Grund eines Herzversagens verstarb.